Solidarität für Beschäftigte im Whitesell Werk Beckingen

Im Interesse der Menschen muss Whitesell die Betriebe abgeben!

Das fast 145 Jahre alte Beckinger Unternehmen, steht vor dem Aus. Mitarbeiter fürchten über den Verlust ihrer Jobs und die Schließung des Werks.


Die SZ berichtet:


So eine große Demonstration wie gestern hat Beckingen wohl kaum je erlebt. Es geht ja schließlich auch um den Erhalt eines Traditionsbetriebs, der Schraubenfabrik, die den Ort über 145 Jahre mit geprägt hat. Ein langer Zug von Menschen marschiert vom Werksgelände zum Rathaus. Sie alle eint die wütende Empörung über Neil Whitesell, den amerikanischen Unternehmer, dem das Werk seit knapp einem Jahr gehört und der es in der kurzen Zeit „kurz vor die Wand gefahren hat“, wie Guido Lesch, zweiter Bevollmächtigter der Gewerkschaft IG Metall in Völklingen, sagt. Voraus trägt deshalb ein Traktor ein Plakat mit der Aufschrift „Whitesell muss weg“.

Mehr als tausend Teilnehmer zählt die Polizei bei der Kundgebung. Mit dabei außer den Beschäftigten des existenzbedrohten Schraubenwerks auch Abordnungen umliegender Betriebe wie Ford oder Nemak und viele Beckinger Bürger sowie einige Politiker. Der Fabrik und der gesamten deutschen Schrauben-Gruppe droht das Aus, seit Anfang Dezember mit dem Autohersteller BMW der letzte Großkunde seine Aufträge storniert hat, verprellt durch drastische Preiserhöhungen und erpresserische Vertragsbedingungen, so die IG Metall. 340 Arbeitsplätze sind akut in Gefahr, 1300 sind es bundesweit an den insgesamt vier Standorten des Autozulieferers .

Alle Redner auf der improvisierten Bühne prangern Whitesell wegen seines Geschäftsgebarens an. „Solche Typen betreiben Abzocke und denken nur an Profit“, sagt Lesch. Und Betriebsratschef Gerfried Lauer ruft der Menge zu: „Das Werk ist ein Herzstück von Beckingen. Das lassen wir uns nicht einfach von so einem Whitesell rausreißen.“

Whitesell auf Zerstörer Kurs:

  • Heute, am Ende des Jahres 2014, stehen wir vor dem Aus!
  • Nach nur zwölf Monaten sind alle Kunden vertrieben, die für Auslastung und Beschäftigung sorgten.
  • Whitesell hat mit seiner Vertriebsstrategie keine Neukunden gewonnen!
  • Er hat 1.300 Beschäftigte mit ihren Familien und Kindern in die Hoffnungslosigkeit getrieben.
  • Whitesell hat in nur zwölf Monaten dem Ansehen amerikanischer Wirtschaftspolitik geschadet.
  • Seinen persönlichen Profit hat er über die Interessen aller Anderen gestellt.
  • In zwölf Monaten ist zerstört worden, was Andere über Generationen erfolgreich aufgebaut haben.

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