Gespräch mit Bischof Ackermann zur pastoralen Situation hier in der PG.

Am Freitag, 17. Februar 2017, fand in den Räumen des Bischofshofes in Trier ein Gespräch zur aktuellen Situation in der Pfarreiengemeinschaft Beckingen und zu den Perspektiven im Rahmen der Umsetzung der Beschlüsse der Synode statt. An dem fast zweistündigen und in großer Offenheit geführten Gespräch nahm seitens des Bistums neben Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann auch der Priesterreferent, Herr Dr. Markus Nicolay, teil. Aus Beckingen angereist waren die Mitglieder der Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbandes Beckingen sowie der Vorsitzende des Pfarreienrates, Herr Dr. Manfred Jacobs.

 

Frau Barbara Koch als Vorsitzende der Verbandsvertretung führte zunächst aus, dass die Pfarreiengemeinschaft Beckingen seit der Amtsenthebung Pfarrer Eckerts im November 2014 vakant sei und die seelsorgerische Betreuung in den Händen von zwei Pfarrverwaltern läge. Die pastorale „Grundversorgung“, also das Halten der Sonntagsgottesdienste, der Sakramentsfeiern und der Beerdigungen, sei damit zwar sichergestellt – mehr aber auch nicht. Insbesondere im Bereich der Jugendarbeit und der Messdienerbetreuung sehe man erheblichen Bedarf, da eine qualifizierte und zum Glauben hinführende Betreuung der jungen Menschen nur mit Laien nicht leistbar sei. Seitens der Gläubigen würde zudem erwartet, dass besondere Gottesdienstformen – wie Gebetsstunden – oder auch Bibelbetrachtungen und Glaubensgespräche zumindest punktuell angeboten würden. Die Pfarrverwalter alleine seien, schon aufgrund des nur beschränkten zeitlichen Umfanges, die sie für die Pfarreien Beckingen, Haustadt, Reimsbach und Düppenweiler zur Verfügung stünden, nicht in der Lage, alle diese Bedürfnisse zu decken. An Bischof Ackermann wurde daher die Frage gerichtet, ob er die Möglichkeit sehe – eventuell im Vorgriff auf die Umsetzung der Beschlüsse der Synode – für Beckingen einen „hauptamtlichen“ Pfarrer zu ernennen oder wenigstens einen oder besser zwei Gemeindereferenten zur Unterstützung der Pfarrverwalter zu entsenden.

 

Bischof Stephan Ackermann zeigte zwar Verständnis für die schwierige Lage in Beckingen, konnte aber keine Zusage für eine kurzfristige Verbesserung der personellen Situation im Bereich der Seelsorge machen. Im Bistum Trier gäbe es zurzeit 17 Pfarreiengemeinschaften ohne Pfarrer und vor der endgültigen Umsetzung der Beschlüsse der Synode sei nicht zu erwarten, dass entsprechendes Personal für Beckingen verfügbar sei. Auf entsprechende Nachfrage zum zeitlichen Rahmen erläuterte der Bischof, dass im März dieses Jahres erste Vorschläge zur Gestaltung der pastoralen Räume (also die Gebietszuschnitte der neu zu bildenden pastoralen Einheiten) vorgestellt würden, die anschließend zu diskutieren seien. Da außerdem noch sehr viele Detailfragen zur Organisation dieser pastoralen Einheiten zu klären seien, dürfe mit einer endgültigen Umsetzung der Beschlüsse der Synode wohl erst im Herbst 2018 gerechnet werden. Bischof Ackermann gab auch zu verstehen, dass ihm bewusst sei, dass die Ausstattung der Pfarreiengemeinschaften im Bistum Trier mit pastoralem Personals teilweise extrem unterschiedlich sei; eine Bereinigung dieser Situation im Hinblick auf eine bedarfsorientiertere Personalverteilung könne aber erst im Zuge der Umsetzung der neuen Strukturen erfolgen.

 

Da die Aussagen des Bischofs wenig Hoffnung auf eine kurzfristige grundlegende Besserung der Situation im Bereich der Seelsorge machten, wurde von Frau Koch angeregt zu prüfen, ob seitens des Dekanats wenigstens anlassbezogen und vorübergehend (z. B. zur Kommunion- bzw. Firmvorbereitung, zur Begleitung von Messdienerfahrten bzw. Jugendfreizeiten oder zur Abhaltung von Glaubensgesprächen) pastorales Personal in die Pfarreiengemeinschaft Beckingen entsandt werden kann. Bischof Ackermann konnte zwar auch diesbezüglich keine verbindliche Zusage treffen, versprach aber, diese Frage eingehend zu prüfen.

 

Abschließend dankten Frau Koch und Herr Dr. Jacobs dem Bischof für seine Bereitschaft zu dem Gespräch und drückten ihre Hoffnung aus, dass spätestens mit Umsetzung der neuen Strukturen wieder eine für die jetzige Pfarreiengemeinschaft Beckingen – in welchem größeren Rahmen auch immer – bedarfsgerechte pastorale Betreuung sichergestellt werde.

 

 

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