Christliche Liebe

Liebe: ein großes Wort. Und deswegen so oft missbraucht oder in den Schmutz gezogen. Es gibt eben leider nichts Positives, das nicht auch ins Negative umkippen kann. Liebe empfindet das Kind, das von aufmerksamen Eltern umgeben ist. Und es wird diese Liebe beantworten. Liebe empfinden zwei Menschen zueinander - seelisch und körperlich. Liebe gibt es in Familien, unter Freunden, unter Gleichgesinnten. Ich kann ein Tier lieben, meine Heimat, ein bestimmtes Urlaubsland.


Und ich kann Gott lieben, weil auch er mich liebt.
Nun gibt es Menschen, die vorbildlich sind in ihrem Glaubenseifer. Die für ein Gebetshaus alles tun. Die für ihre Glaubensgemeinschaft alles opfern würden, die stundenlang das Gebet pflegen, die regelmäßig zum Gottesdienst gehen, die sich ganz für ihren Gott verzehren – aber blind sind für ihre Mitmenschen, vor allem für die, die anders sind als sie selbst. Glaubensfanatiker – bei fast allen Religionen zu finden. So wie neulich in Moskau, wo christliche Fanatiker mit Brandanschlägen auf einen Film über ihren heiliggesprochenen, letzten Zaren reagiert haben. Muslim, die mit dem Ruf "Gott ist groß" sich in die Luft sprengen und dabei spielende Kinder mit in den Tod reißen; fromme Eltern, die ihre Töchter verstoßen, weil die zu früh ungewollt schwanger werden; Gläubige, die für ihr Gotteshaus über Leichen gehen u.s.w.
Sie lieben Gott, aber die Menschen sind ihnen egal.


Ich weiß von Menschen, die ganz aufgehen im Dienst an den Nächsten. Die dir freundlich begegnen, die sich aufopfern für Menschen in Not, die sich einsetzen für Hungernde in Afrika und Asien, die als Arzt oder Entwicklungshelfer in Lateinamerika für die Ärmsten da sind – aber Gott ist ihnen egal. Ja, sie machen Witze über Kirche und Glauben, sie machen sich lächerlich über unser Gebet, für Gottesdienste haben sie nur ein müdes Lächeln übrig.


Der Christ bekommt im Evangelium den Mittelweg gezeigt. Er muss das eine tun, ohne das andere zu lassen. Liebe zu Gott muss sich am Mitmenschen beweisen, sonst ist diese Liebe unmenschlich. Liebe zum Mitmenschen muss an Gott sich festmachen, sonst ist sie gottlos.
Wer nur Gott liebt, den Mitmenschen aber verachtet, der ist nicht fromm; der glaubt an ein Monstrum. Denn in Jesus Christus steht Gott auf der Seite der Menschen. Wer aber nur den Menschen liebt und Gott verachtet, dessen Liebe ist haltlos und ohne Orientierung.
Gott liebt den Menschen; und ich darf nichts verachten, was Gott liebt.
Wer Gott liebt, der muss auch den Menschen lieben. Gottesliebe und Nächstenliebe gehören zusammen.
Das Eine ist ohne das andere nicht zu haben.

 

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