Stärke

 

Alptraum Prüfung: Noch heute plagen mich zuweilen diese Träume. Ich bin nach längerer Zeit wieder in der Schule, und es stehen Prüfungen an, für die ich nicht vorbereitet bin. Und dann beschleicht mich wieder diese Angst von früher: Kann ich genug, habe ich genug gelernt?
Ich weiß auch von Anderen, dass sie diese Prüfungsangst alter Tage immer wieder heimsucht. Verstärkt wird diese Beklemmung für einen frommen Christen, wenn er im Neuen Testament Mt 25, 31 ff. liest. Auch da geht es um Prüfung, und zwar die letzte, die uns ansteht. Der Mensch steht vor dem Herrn und muss ihm Rechenschaft geben. Im großen Weltgericht werden wir gefragt, wann und wo wir für unsere Mitmenschen da waren. Mit diesem Bild, dass wir Rechenschaft geben müssen über unser Benehmen, ist denn auch Jahrhunderte lang den Christen Angst gemacht worden: Eigentlich ist das fatal. Es ist ja ein guter Gedanke,
dass ich Verantwortung für mein Handeln übernehme;
dass ich mein Verhalten dem Mitmenschen gegenüber bedenke;
dass nicht ich nicht nur an mich denke, sondern stets dem Nächsten begegnen soll.


Aber von dieser positiven Gewissensbildung bis hin zur quälenden Angst, ob ich dem Anspruch gerecht werde, ist es nur ein kleiner Schritt.
Es tut gut daran zu denken, dass vor dem Evangelium vom Weltgericht die Erzählung von den Talenten steht (Mt 25, 14 ff.). Auch hier steht der Herr vor dem Menschen und verlangt Rechenschaft: hier kommen nun aber ganz andere Fragen.
Jetzt wird der Mensch zuerst daran erinnert, dass er von seinem Herrn Talente bekommen hat. Ein Talent war in der Antike eine Zahlungseinheit; im Gleichnis meint Jesus aber damit eine Stärke, eine besondere Begabung. Erst seit diesem Evangelium meinen wir mit "Talent" immer "besondere Begabung". Und dieses Talent wurde uns von Gott geschenkt: zuerst steht also das Geschenk, dann erst die Verantwortung. Zuerst die Gabe, dann die Aufgabe.


Als ich noch vor 20 Jahren Einstellungsgespräche zu führen hatte, stellte ich diese Frage: "Wo liegen ihre Stärken? Was können Sie besonders gut?" Das sorgte zunächst für Verblüffung; dann aber zauberte sich ein Lächeln über den Kandidaten, die Kandidatin und erlöst erzählte sie/er. Aber jede Gabe ist eine Aufgabe. Wenn ich etwas mit Freude tue, weil ich es gut kann, dann mag ich es auch mit Freude umsetzen.


Und Sie? Was können Sie besonders gut? Mit welcher Gabe hat Sie der Herr beschenkt?
Wenn Sie gut zuhören können, sind Sie ein guter Seelenbegleiter für Mitmenschen, denn die Welt braucht "Ohren". Wenn Sie ein guter Handwerker sind, dann helfen Sie ihren Mitmenschen. Wenn Sie ein guter Sportler sind, dann zeigen Sie es auch; denn Viele erfreuen sich am Anblick sportlicher Leistung ( o.k., zugegeben: ich nicht. Aber die Menschen sind ja verschieden). U.s.w. Ihre Freude ist die Freude Anderer.
In New York wurde nun ein Bild von Leonardo da Vinci versteigert für sagenhafte 380 Millionen Euro (450 Millionen Dollar) verkauft. Das Bild zeigt den Erlöser der Welt: Jesus Christus. Den Erlöser Jesus kann jeder von uns umsonst haben!

 

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