Ich habe doch nix gemacht!

 
Jeder, der mit Kindern zu tun hat, kennt diesen Spruch zur Genüge. Da tobt irgendwo heftiger Streit, eine Vase geht lautstark zu Bruch, eine Regierungskoalition kommt nicht zustande - und: "Ich habe nichts gemacht, das waren die Anderen". Und der "Schwarze Peter" wird weitergereicht; Schuld sind immer die Anderen.


Nicht nur bei Kindern; auch bei Politikern, Kriminellen, oder bei wemauchimmer wird eigenes Fehlverhalten nicht eingestanden. Stets heißt es dann: Ich habe doch nichts Böses gemacht. Und oft höre ich das von Gläubigen: Ich habe niemanden getötet, ich habe nicht die Ehe gebrochen, ich habe nicht gestohlen. Sie hätten keine Sünde getan. Papst Franziskus hat aber neulich noch einmal auf den Gedanken der Unterlassungssünde hingewiesen. Wer das Gute nicht tut, der begeht auch eine Sünde. Nichts tun heißt sündigen.
Im Evangelium vom Weltgericht werden denn auch einige Fälle (Mt 25, 31 ff.) aufgezählt:
Hungernde speisen, Fremde aufnehmen, Nackte bekleiden, Kranke und Häftlinge besuchen.
Man könnte ergänzen: Beten, den Mund gegen Mobbing aufmachen oder statt zu fotografieren verunglückten Menschen am Straßenrand zu helfen.


In vielen Beziehungen ärgert das den Partner am meisten, wenn er (o.k., meistens ist es sie) keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt bekommt. Dann ist die Partnerschaft so selbstverständlich geworden, dass sie erkaltet. Die Frau/der Mann fühlt sich nicht mehr geschätzt, nicht mehr als wertvoller Mensch. Der Andere kann sich herausreden, indem er sagt: Ich habe doch nichts gemacht. Aber gerade das Nichtstun, die mangelnde Aufmerksamkeit ist daran schuld, dass der Partner leidet und sich minderwertig vorkommt.


Nichtstun ist Sünde.


Ein Mann klagte mal Gott an: "Warum lässt du das Böse in der Welt zu? Was machst du gegen Hunger, Krieg und Armut?" Und Gott antwortete. "Dasselbe wollte ich Dich fragen: warum lässt DU da zu? Denn ich habe DICH gemacht, um gegen Hunger, Armut und Elend zu wirken."

 

Ein befreundeter Priester

Wir suchen DICH!  

Mach mit. Egal ob musikalisch, bei Gruppierungen, als Jugendleiter, als Helfer bei Pfarrfesten, Familiengottesdiensten, bei der Firmvorbereitung, am Altar oder bei der Pflege rund um die Gebäude. Du möchtest Teil einer Gruppe sein, deine Fähigkeiten einbringen, Kontakte knüpfen oder Dich einfach nur in der Pfarreiengemeinschaft engagieren? Dann möchten wir Dich herzlich willkommen heißen und bitten Dich, mit uns in Kontakt zu treten.