Alleh Hopp - und dann?

 

Wir sind mitten in der sogenannten 5. Jahreszeit. Vielerorts sind die Hinweise auf Kappensitzungen, Umzüge und Kinderkarneval durch Plakate und Banner sichtbar. Selbst in den Zeitungen und im Fernsehen hat die Fastnachtssaison ihren Platz mittlerweile eingenommen. Auch in meinem beruflichen Alltag komme ich um Fastnacht nicht herum. Sogar, wenn ich Termine ausmachen möchte, bekomme ich öfters die Antwort: „Am besten nach Fastnacht.“ Aber was ist nach Fastnacht?

 

Nach Fastnacht beginnt mit dem Aschermittwoch die vierzigtägige Fastenzeit.

Was gibt es nicht für tolle Vorschläge und Ideen, was man alles fasten kann.

 

Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten, sogar Autofasten gibt es. Jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit reden viele Menschen darüber, was sie dieses Mal fasten. Dabei sind die Gründe sehr unterschiedlich. Die einen wollen abnehmen und nehmen sogar ein intensives Heilfasten in Kauf. Andere merken, dass sie nicht nur an Fastnacht einen erhöhten Konsum haben und wollen zumindest in den 40 Tagen der Fastenzeit dem Einhalt gebieten. Die Liste ließe sich wahrscheinlich beliebig verlängern.

 

Ist das wirklich alles, was von der Fastenzeit bzw. der österlichen Bußzeit übrig geblieben ist?

 

Fasten bringt Klarheit. In dieser Zeit kommt man dem Eigentlichen wieder auf die Spur. Was ist wichtig, was ist verzichtbar und wofür lebe ich eigentlich? Die Fastenzeit vor Ostern ist eine Zeit des Neuwerdens, des Ausprobierens und Wandelns. Das ist nicht immer einfach. Am Ende überwiegt aber das Gefühl des „Neu Aufbrechens“ – wie neu geboren. Probieren sie es aus.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne, närrische Tage und einen guten Start in die Fastenzeit, in eine Zeit des Neuwerdens.

 

Thomas Kaspar, Gemeindereferent

 

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