Kapelle der Hl. Katharina - Honzrath

Zu Füßen des Kappberges steht die jahrhunderte alte Kapelle, die in den vergangenen Jahren so viele Renovierungsarbeiten über sich hat ergehen lassen, daß der nagende Zahn der Zeit bei ihr kaum noch erkennbar ist. Die Kapelle ist der hl. Katharina geweiht, deren Namenstag am 25. November gefeiert wird. Alljährlich, am letzten Sonntag vor Advent, dem „Totensonntag”, hat die Gemeinde aus diesem Anlaß ihr Kirchweihfest. 

Um die Symbolik des Altars mit der Statue der hl. Katharina verstehen zu können, sei ein kleiner Hinweis auf das Leben der Heiligen gestattet. „Katharina" (griechisch: die allzeit Reine) bekehrte im Jahre 307 oder 312 in der Disputation, 50 gegen sie aufge-botene Philosophen des Kaisers Maxentius durch ihr großes Wissen und ihre große Beredsamkeit. Als das Rad, mit dem Katharina gemartet werden sollte, zersprungen war, ließ sie der Kaiser mit dem Schwerte enthaupten. Nach der Legende wurde ihr Leichnam durch Engel auf den Berg Sinai gebracht und dort begraben. Sie wurde zur Beschützerin der philosophischen Studien, Patronin mehrerer Universitäten, durch das Rad auch Schutzheilige der Stellmacher und Müller und gehört zu den 14 Nothelfern. So wie sie gewöhnlich abgebildet wird, finden wir sie auch auf dem Altare der Kapelle in Honzrath. In der Mitte steht die Heilige, gekrönt, das zerbrochene Rad zur Seite, in der Hand die Palme haltend. Links die Figur mit dem Buch zum Zeichen ihrer Gelehrsamkeit, zur Rechten die Statue, die das Schwert trägt, mit dem sie eine heilige Märtyrerin ihres Glaubens geworden ist.

 

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